4 x Superlativ für CarTech

Was reißt Zuschauer vom Hocker, was verursacht Gänsehaut, wann haben Fans Freudentränen in den Augen? Ganz einfach wenn Sportler über sich hinauswachsen und Dinge schaffen, die eigentlich gar nicht möglich sind. Dies gab es gleich viermal an einem Wochenende und zwar viermal bei Team CarTech:

Die Ausbeute

1. David Prusa - Regenchamp!

Dienstag vor dem Rennen holte Mechaniker Martin das stark gebrauchte 2007er Cup Auto aus Prag ab. Mittwoch konnte gerad noch das wichtigste instand gesetzt werden. Donnerstag am Red Bull Ring drehte David die ersten Runden und musste zunächst mal lernen berhaupt mit dem Cup Auto zurecht zu kommen. Das Fahrwerk war komplett verstellt und so war die nächste Aufgabe das Fahrzeug überhaupt fahrbar zu machen. Am Freitag goß es wie aus Kübeln und es waren nur noch alte Regenreifen verfügbar.Wie hoch sind die Chancen in der stark besetzten Cup Klasse mit den ersten Runden überhaupt auf so einem Auto und dann auch noch im Regen zu überleben?

Richtig nicht hoch, wir wären auch mit Platz 25 happy gewesen aber um es kurz zu machen, David holte die Pole mit einer halben Sekunde Vorsprung in der GESAMTWERTUNG!

Was für ein Wetter !

2. Günther Brenner - Draufgänger!

Günther Brenner hat vor 25 Jahren den Alpenpokal gegründet und ist dementsprechend nicht mehr der allerjüngste sondern eher das Urgestein im Team.

An diesem Wochenende hat aber allen Jungen mal wieder gezeigt wo der Hammer hängt. Im Regenrennen ging Günther als einziger im Feld volle Risiko und mit Semislicks an den Start, wohl wissend, dass der Reifen an mindesten drei Stellen aufschwimmen wird aber in der Hoffnung in den Kurven ein wenig schneller zu sein.

Der Plan ging auf und er gewann seine Klasse souverän. In Lauf 2 machte der Heißsporn das wofür er nach Lauf 1 bereits verwarnt wurde. Mit ein Frühstart im Stil von Jürgen Hingsen zu seiner besten Zeit, wurde Brenner mit einer Strafrunde und damit ans Ende des Felds versetzt.

3. Tobias Hild - 1.42,632!

Wer sich mit den Rundenzeiten auf dem Red Bull Ring auskennt wird sagen: Schöne Zeit aber dafür braucht es mindestens einen GT2RS oder ein Cup Auto.

Nein Hild hat am 1. Renntag eine kleine Schlappe einstecken müssen, er ist nämlich nur 2. geworden und das im Regen, eigentlich seine Stärke. Psychisch mal wieder leicht angeschlagen kommt dann erfahrungsgemäß ein ordentliches Brett am nächsten Tag.

Und das kam dann auch ganz gewaltig.

Wir haben lange recherchiert, aber so wie es aussieht war die zweitschnellste jemals mit einem GT3RS mit Semis gefahrene Zeit die vom amtierenden Staatsmeister Mathias Jeserich aus dem letzten Jahr und die war nicht nur ein paar Zehntel langsamer sondern ganze 1,6 Sekunden.

So ging das erste Duell Hild / Jeserich auf das sich alle bereits mächtig gefreut haben aufgrund des Fehlens von Jeserich zunächst als Fernduell mehr als deutlich an Hild.

Mit dieser Zeit ging er natürlich von der Pole ins Rennen und fuhr einen ganz souveränen Start/Ziel Gesamtsieg ein. Wir freuen uns auf das Duell der beiden Mitte Mai auf dem Nürburgring.

Fuhr eine Fabelzeit

4. Dr. Rocco Herz - Tausendstel

Wenn uns bei der Siegerehrung die Rennleitung anspricht mit: "Wir versuchen seit Jahren dem Herz auf die Schliche zu kommen aber verdammt es ist alles korrekt, dabei ist das doch überhaupt nicht möglich," dann ist das mal wieder der Beweis, dass ein Sportler übermenschliches geleistet hat.

Es ist eigentlich nicht möglich mehrere Runden in Folge auf das Hundertstel genau zu fahren, aber genau das hat Dr. Rocky Schmerz wie er nach seiner Fitnesskur über den Winter genannt wird mal wieder geschafft. Herz ist einfach auserwählt, gesegnet oder dafür geboren auf jeden Fall ist er mit unglaublich viel Feingefühl ausgestattet und für uns die personifizierte Gleichmäßigkeit.

Fuhr ein perfektes 2. Rennen